22. Februar 2012
21. Februar 2012
16. Februar 2012
Am 14. Februar ist bei Litronics2000 nun tatsächlich der erste Goblin 700 der Firma SAB eingetroffen. Die Freude war groß und wir haben die Gelegenheit natürlich genutzt und einen Fotomarathon während dem Bauen hingelegt. Der große Baubericht beinhaltet eine Menge Fotos, entschuldigt deshalb bitte die langen Ladezeiten des Blogs. Aber sie lohnen sich.
Los geht es. Relativ unspektakulär liegt die Verpackung auf dem vorgesehenen Basteltisch:

So sieht es dann aus wenn man den Deckel aufklappt. Zum Vorschein kommt eine qualitativ hochwertige farbige Bauanleitung. Die Arbeitsschritte sind hier auf 48 Seiten erklärt. Dabei sind auch viele Erklärungen und Erläuterungen zu Einstellungen und dergleichen.

Nach dem Auspacken beschränkt sich die Auswahl der Packungen auf die hier sichtbaren. Die interessante Info: Später wird es den Goblin wohl auch als Kit mit Servos etc geben. Der aktuell leere überbleibende Karton ist dazu da diese Komponenten dann aufzunehmen.

Hier einmal die zu verbauenden Teile im Überblick. In der Summe sind es doch einige mehr als wir zuerst angenommen haben. Alles ist sehr gut verpackt. Alle Teile eines Arbeitsschrittes befinden sich in der Regel in jeweils einem Tütchen und jeder Typ von Teil, seien es verschiedene Schrauben, Unterlegscheiben oder Plastikteile sind noch einmal separat verpackt. Das kommt der Umwelt zwar nicht sonderlich zu Gute, da am Ende in der tat ein großer Sack Plastikmüll übrig bleibt, bei Bau hilft dies jedoch enorm.

Die sehr hochwertigen Aluminiumteile sind allesamt in Schaumstoffboxen gut getrennt voneinander verpackt um Kratzer auf der Oberfläche zu vermeiden.




Den Bau haben wir nach Anleitung durchgeführt. Diese beginnt beim Bau des Chassis, genauer gesagt bei der Akkurutsche.
Akkurutsche
Die Teile der Akkurutsche sind schnell zusammengesucht. Die CFK-Teile des Helis sind in der flachen großflächigen Packung die dem Bausatz beiliegt. Die Aluminium-Teile befinden sich in den schon erwähnten Schaumstoffbehältnissen, welche als einzige nicht mit Nummern versehen sind.

Der Zusammenbau hat sich anfangs etwas fummelig dargestellt, weil die Alustücke rund sind und so immer abhauen wollten, da wäre eine dritte Hand teilweise nicht verkehrt gewesen.
Aber seis drum, es hat trotzdem geklappt.

Gleich im Anschluss kommt unter die Akkurutsche die CFk-Platte zur Befestigung des Empfängerakkus, wahlweise kann dort auch das BEC montiert werden, ob das im Crashfall eine günstige Position darstellt muss allerdings jeder selbst wissen.

Auch dies war schnell bewältigt und wir hatten das erste fertige Chassisteil vorliegen.

Reglerplatte
Weiter ging es nun mit der Aluminium-Reglerplatte. Sie ist wie der Name schon sagt zur Montage des Regler gedacht. Wird ein JIVE-Drehzahlregler benutzt, so kann dieser mit seiner Kühlplatte direkt auf das Aluminiumteil montiert werden, was dann als Kühlkörper für den Regler dient.


Chassis Teil 1
Nun kam die Vereinigung der Chassisplatten mit der Akkurutsche und der Reglerplatte an die Reihe.

Die Aluteile waren schnell an der rechten Seitenplatte, beide sind übrigens gleich, montiert.

Nun folgte der Einbau der schon vorher fertig gestellten Akkurutsche.

Hierbei ist zu beachten, dass es zwei Möglichkeiten gibt die Akkurutsche einzubauen. Sie kann je nach Wunsch ein wenig mehr oder eben weniger nach oben bzw. unten geneigt werden. Dazu sind zwei Positionen in den Seitenteilen vorgesehen. Wir haben vorerst die obere Position gewählt, da der geplante Regler, ein Roxxy 9120-12 Opto, recht hoch ist und dadurch etwas mehr Luft hat.

Nun wurde noch die zweite Chassishälfte montiert. Hierbei ist zu bemerken, dass in der Anleitung ganz genau gesagt wird, wo die Schraubensicherung aufgetragen werden soll, nämlich auf die Gewindegänge in die die Schrauben eingreifen.

Dadurch kann man nachher einfach die Schrauben in die Löcher stecken und festziehen ohne eine große Fummelei mit der Schraubensicherung zu haben.
Landegestell
Ein Heli benötigt natürlich auch etwas auf dem das Chassis steht. Beim Goblin 700 ist das ein Landegestell aus CFK, welches teilweise grün lackiert ist, was dem Gesamtbild des Helis nachher noch den letzten Kick gibt. Die Anzahl der Teile ist übersichtlich.

An dieser Stelle können wir jedem nur empfehlen die Hinterseite der Plastikschoner vorher mit einer Schraube “vorzubohren”, sonst ist das etwas entnervend, wenn man das im aufs CFK aufgesteckten Zustand versucht.

Anschließend machen die Teile jedoch Einiges her. Ist mal etwas völlig Anderes.

Nun wird das Landegestell mit zusätzlichen CFK-Plättchen als Verstärkung und 8 großen Schrauben mit dem Chassis verbunden.

Jeweils eine Schraube der 4 Paare greift dabei in das Aluminium, die Andere muss verklebt werden.
UPDATE: Durch den Forennutzer 2clubsmart wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass die Landegestellverstärkung auf der falschen Seite montiert ist. Nach dem Umbau ist das Landegestell nun deutlich steifer als vorher!
Servohalterung
Da wir gut voran kommen, sind wir nun schon bei der Servohalterung angelangt. In der Anleitung ist ersichtlich, dass die gewaltigen Lager der Hauptrotorwelle mit Loctite 648 eingeklebt werden soll. Im folgenden Verlauf wird dies an mehreren Stellen ebenfalls beschrieben. Leicht übersehen wird dabei allerdings auch, dass dies in der Anleitung als bereits vormontiert markiert ist. Man benötigt also ausschließlich Loctite 243 für den Bau des Helis, von Klebstoffen mal abgesehen.

Die Aluminiumteile sind perfekt gefräst und passen saugend ineinander, was für die hohe Qualität des Bausatzes spricht. Die Servohalterung ist somit fertig gestellt.

Hauptkomponentenplatte
Nun kommt der zentrale Teil des Helis an die Reihe. Die Hauptkomponentenplatte ist ein massives sehr schön anzuschauendes Stück Aluminium. Die Komponenten werden hierauf montiert, beginnend bei der Taumelscheibenführung und der Servoplatte.

Alles war wieder extrem passgenau und leicht zu verbauen. Ein Problem ist erst später bei der Montage der Taumelscheibe aufgefallen. Die Führung der Taumelscheibe ist innen deutlich zu eng. Es geht von sehr hakelig, bis festgefressen, weswegen jeder UNBEDINGT die Innenseiten der Führung mit einem Schmirgelpapier etwas ausweiten sollte.

Als nächstes kamen die zahn- und Riemenräder an die Reihe. Der Anblick dieser hochwertig gefrästen und gedrehten Teile ist ein Traum und ab dort hat der Bau erst richtig Spaß gemacht.

Durch den einfachen Aufbau war alles auch sehr schnell verbaut. Auch hier ist es wichtig die Anleitung zu lesen. Das Hauptzahnrad ist beim ersten Drehen doch sehr häufig hängen geblieben. Dies soll sich jedoch nach den ersten Flügen entsprechend einlaufen. Das Zahnrad passt sich dann entsprechend an das kleinere Aluzahnrad an und beide sollen dann optimal und ohne zu hängen ineinander laufen.

Riemenspanner
Eine weitere Besonderheit des Helis ist der Riemenspanner. Er besteht aus ein paar Teilen, bei denen die Lager auch wieder vormontiert waren.

Der Zusammenbau verlief ebenso einfach wie bisher. Die Feder hat asymmetrische Enden und kann so auch nur auf eine Weise eingebaut werden.


Motorplatte
Nun kommt das Herzstück des Helis, der Motor an die Reihe. Wir haben hier einen HK-5025, welcher demontiert und vom RHF-Benutzer “torro” handgewickelt wurde bereits auf die Motorplatte geschraubt und mit dem Riemenrad versehen, was relativ unspektakulär war. Die beiden M4-Gewindestangen waren bereits ab Werk wieder mit Loctite 648 in der Motorplatte verklebt und saßen wie alle anderen vormontierten Teile bombenfest.

Hinzu kommen nun noch einige Schrauben und Federn, die später vor allem beim Spannen des Riemens interessant werden.

Die relativ starken goldenen Federn (sie spannen nachher den Hauptriemen) werden nur in die Motorplatte gesteckt und werden dort nicht gesichert. Deswegen sollte man beim bei Seite Legen des Motor vorsichtig sein um die Federn nicht zu verlieren.

Hauptrotorkopf
Mit die schönsten Teile am ganzen Heli sind der schlichte Hauptrotorkopf und die Taumelscheibe. Beides war ab Werk komplett vormontiert und auch entsprechend gesichert.

Lediglich die Blatthalteranlenkung un die Stifte der Taumelscheibe waren nicht montiert und müssen noch entsprechend befestigt werden.

Die Blatthalteranlenkungen haben eine schmale Einkerbung in die man eine flache Zange zum Halten bei der Montage schieben kann, was sich als sehr hilfreich erwiesen hat.

Heckrotor inkl. Gehäuse
Der Heckrotor war wieder eines der Teile die ab Werk bereits komplett vorgefertigt und gesichert waren. Hierbei ist vor allem die extrem leichtgängige, aber sehr präzise Heckschiebehülse aufgefallen, die wirklich nahezu kein Spiel in der gesamten Blattanlenkung hat.

Wer schon einmal einen LOGO-Modellhubschrauber der Firma Mikado gebaut hat, dem kommt das Heck doch sehr bekannt vor. Die Anzahl der Teile ist, nicht zuletzt durch den bereits montierten Heckrotor und Umlenkhebel, sehr klein.

Der Zusammenbau verlief völlig problemlos und war auch sehr schnell geschehen. Der Heckrotor gefällt hier sehr durch sei Aussehen. Außerdem sollte erwähnt werden, dass hier auch alles sehr gut zusammen gepasst hat und keinerlei Spiel vorhanden ist.

Heckohr
Ein Markenzeichen des Goblin 700 ist sein extravagantes Heckrohr, welches aus CFK gefertigt ist. Es ist nicht rund wie die normalen Heckrohre, sondern eher eine Mischung aus einem Oval und einem Rechteck. Dabei zeigte es sich bei ersten Tests mit der Hand als sehr verwindungssteif.

Negativ ist uns beim Heckrohr die Verarbeitungsqualität aufgefallen. Dazu muss man nichts groß sagen, die nächsten 3 Bilder sprechen für sich. Das Heckrohr wurde bereits von Litronics2000 reklamiert. Wir hoffen, dass wir hier nur ein Montagsmodell erwischt haben und SAB hier entsprechend nachbessert. Übrigens werden die Problemstellen später von der Haube und dem Chassis bedeckt sein.



Die Befestigung der Heckeinheit geschieht durch ein Aufkleben von zwei CFK-Plättchen, auf die bereits ab Werk zwei Muttern mit Sekundenkleber eingeklebt sind. Um das Aufkleben einfach zu gestalten haben wir uns 2 Schraubenzieher als Führungen zu Hilfe genommen, mit denen dies schnell und sauber erledigt werden konnte.

Außerdem wurde die zweite Heckrohrführung, die Servohalterungen und die Heckanlenkungsführung montiert.



Als nächstes haben wir uns der Hochzeit des Heckrotors mit dem Heckrohr gewidmet.

Auch dies war schnell geschehen. Die Schrauben müssen hier nicht vollständig angezogen werden, dann muss man sie nachher beim Riemen spannen gar nicht erst lösen.

Heckservo
Der letzte Schritt am Heckrohr ist der Einbau des Heckservos. Wir haben bei unserem Exemplar ein Futaba BLS 256 HV gewählt, welches später von einem Western Robotics Hercules SuperBEC mit 8,4V gespeist wird.

Der Einbau verlief trotz der schlechten Qualität des Heckrohres relativ gut. Auch hier sollte man die Plastikteile wieder mit einer Schraube “vorbohren” wie schon beim Landegestell, sonst ist das Ganze doch recht nervig.

Des Weiteren muss unbedingt beachtet werden, dass das Kabel des Heckservos nicht über sein Gehäuse herausstehen darf, deshalb haben wir es mit Heißkleber im Heckrohr befestigt. Dies wird auch in der Bauanleitung so empfohlen!

Zu guter Letzt wurde die Heckanlenkstange mit 5 Minuten Epoxykleber verklebt und entsprechend eingebaut.

Chassis Teil 2
Der Höhepunkt am Chassis ist zweifelsohne die Montage der Hauptkomponentenplatte und des Rotorkopfes am Chassis. Die Anzahl der Schrauben dafür ist erstaunlich klein.

Auch dieser Schritt ging flott von der Hand und war in wenigen Minuten abgeschlossen.

Taumelscheibenservos
Der nächste Schritt umfasste die Montage der Taumelscheibenservos an der zentralen Servohalterung. Als Servos haben wir die Savöx SB-2271SG Brushless Hochvolt-Servos, welche wie das Heckservo am 8,4V BEC hängen, gewählt.

Die Montage hat sich dabei als etwas knifflig erwiesen, da die Servoaufnahmen nicht für die Lochabstände der Savöx-Servos gedacht sind. Gelöst haben wir das Problem mit den Gummiunterlagen die bei den Servos mitgeliefert werden. Weiterhin ist zu beachten, dass hier nciht 12 gleich lange Schrauben, sondern neun M2,5 12mm und drei M2,5 8mm Schrauben verwendet werden.

Zur weiteren Optimierung haben wir die Abstandhalter die in der Bauanleitung empfohlen werden nicht bei den Servohörnern verbaut, damit die Kugeln der Servohörner möglichst genau unter den Kugeln der Taumelscheibe liegen und nicht so weit daneben. Außerdem mussten wir aus Mangel an Mikado Carbonservoarmen die 4er Kreuze der Servos stark beschneiden, damit diese nicht beim drehen an der Servohalterung anstoßen.

Riemen 1. Stufe
Der Einbau des Riemens hat sich denkbar einfach gestaltet. Zuerst werden die beiden seitlichen Schrauben an der Motorplatte entfernt, die Motorplatte mit den Federn in die Hauptkomponentenplatte geschoben und die beiden Schrauben wieder an die Motorplatte geschraubt, damit diese nicht mehr nach unten kippen kann.
Anschließend haben wir die Motorplatte mit Kraft gegen das Chassis gedrückt um die Federn zusammenzupressen. Nun muss mindestens eine der beiden seitlichen Schrauben angezogen werden um den Motor zu fixieren.
Der Riemen wird nun über das Riemenrad am Motor gehängt und kann anschließend über das Riemenrad der zweiten Getriebestufe geschoben werden. Nun den Motor etwas drehen und schon sollte der Riemen von selbst in die optimale Position rutschen.
Jetzt haben wir die seitlichen Schrauben wieder gelöst, wodurch der Riemen gespannt wurde. Nachdem wir den Motor noch ein paar Mal gedreht haben um sicherzugehen, dass der Riemen nun in der idealen Position ist, haben wir alle Schrauben angezogen.
Hier noch ein großes Lob an die Anleitung von SAB, welche diese Schritte ebenfalls sehr ausführlich und hilfreich erklärt!

Heckriemen
Als letztes haben wir nun das Heckrohr in das Chassis gesteckt und die obere Heckführung mit der zusätzlichen CFK-Platte gesichert.

Das Aufziehen des Heckriemens auf das letzte Riemenrad hat sich sehr einfach gestaltet. Auch das Spannen verläuft sehr leicht. Einfach die Schrauben am Heck lösen, am Heckrohr festhalten und den Heckrotor nach hinten ziehen. Schrauben anziehen und fertig!

Die Stärke der Spannung kann übrigens sehr leicht am Riemenspanner abgelesen werden. Auch dies ist in der Anleitung sehr gut erklärt.

Blattcaddy
Hier noch der Blattcaddy in den Goblin typischen Farben.

Alles in allem hat der Bau sehr viel Spaß gemacht. Vor allem die ganzen kleinen Innovationen, der einfache Aufbau und die Schlichtheit des Helis überzeugen auf ganzer Linie. Leider hatten wir noch ziemliche Probleme mit der Haube, die nebenbei gesagt echt genial aussieht, bei der die Bohrungen für die Haubenhalter nicht so richtig passen. Das werden wir noch irgendwie anpassen müssen. Die Haube und das Heckrohr sind somit das Einzige was nicht zu 100% überzeugen kann.
UPDATE: Durch den Forennutzer 2clubsmart wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass die Landegestellverstärkung auf der falschen Seite montiert ist. Dadurch passt die Haube nun deutlich besser auf den Heli!
Zum Abschluss haben wir hier noch ein paar Impressionen des Goblin 700 mit aufgesteckter Haube und einen Größenvergleich mit dem Logo 600 SE!
Entschuldigt die dunklen letzten Bilder, leider hatte die Sonne da keine Lust mehr.







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5. Februar 2012
MSH hat den Protos 700 komplett neu entwickelt und so einige neue Features eingebaut.
Wir hatten in unserem 1. Blogeintrag zum Protos 700 schon berichte, dass der Protos 700 einen durchgehenden Riemen mit einem monströsen Hauptriemenrad hat. Ich hatte jetzt noch die Chance den Modellhubschrauber genauer zu betrachten und so einige Einzelheiten zu erfahren.
Das Chassis des Protos 700 ist zweiteilig – das Oberteil besteht aus zwei CFK-Platten, die die Domlager, Heckrohraufnahme und Motorplatte (dazu gleich noch mehr) zu einer stabilen und verwindungssteifen Einheit vereint. Der Akku wird darunter in einem Kunststoffteil eingeschoben. Dazu gibt es Schienen die sich in den Rahmen einklipsen lassen. Dadurch wird das Wechseln des Akkus ein Kinderspiel.

Das Chassis-Oberteil des MSH Protos 700 hat aber noch einige Details, die wir euch nicht vorenthalten wollen. Die Bodenplatte (eigentlich der Mittelteil des Protos 700) der oberen Chassis-Hälfte ist komplett aus Alu gefertigt und in drei Teile aufgeteilt die hinten das Heckrohr, in der Mitte die Hauptrotorwelle und vorne den Motor aufnimmt. Die drei Teile sind gegeneinander verschiebbar und werden, sobald die Riemenspannung stimmt, miteinander verschraubt. Dadurch ist der Antriebsstrang eine große aber feste Einheit.
Besonders aufgefallen ist uns eine Feder an der Motorplatte des Protos 700. Sie wird dazu verwendet um die Spannung des vorderen Riementeils exakt einzustellen – zum Flug wird sie dann wieder entfernt. Die selbe Vorrichtung gibt es am hinteren Teil für den Heckriemen. Genauer nachgeforscht haben wir auch zur Stabilität des Riemens. Geschätzt ist der Riemen im Protos 700 etwa 10mm breit und damit doch recht schmal. Das ist auch der Grund, warum der Protos 700 ein so riesiges Hauptriemenrad hat. Durch die höhere Umlaufgeschwindigkeit des Riemens wird die Leistung des Motors über die Geschwindigkeit des Riemens übertragen und der Zug am Riemen reduziert. MSH hat da auch mal nachgerechnet und der maximale Zug vom Motor zum Hauptriemenrad sind 50kg und das hält der Riemen leicht aus.
Ein weiteres Detail hat sich auch an der Hauptrotorwelle des Protos 700 eingeschlichen. Uns ist aufgefallen, dass am oberen Domlager kein Stellring oder ähnliche Arretierung der Welle ist. MSH hat hier etwas weiter gedacht und überlegt, wo denn all die axialen Kräfte hingehen, wenn man z.B. eine Wall (je nach Flugkünsten treten da Kräfte mit mehr als 400kg auf) fliegt. Bisher wurden diese axialen Kräfte von dem Domlagern aufgenommen und als reine Radiallager sind diese absolut nicht dafür geeignet axiale Kräfte aufzunehmen. Deswegen hat MSH zwei Axiallager (Drucklager) um das Hauptriemenrad gebaut. Die Hauptrotorwelle ist in drei Radiallagern gelagert wobei die oberen zwei fest mit dem Chassis verschraubt sind. Das untere kann ein wenig nach oben und unten geschoben werden. Das untere Drucklager des Protos 700 wird einfach in das untere Domlager gelegt – das zweite Drucklager wird in das Hauptriemenrad gelegt. Dann das Riemenrad samt Lager in das Chassis geschoben und die Hauptrotorwelle durchgesteckt. Im Anschluss wird das Hauptriemenrad mit der Welle verschraubt, das untere Domlager nach oben gedrückt und dann im Chassis verschraubt. So hält die Hauptrotorwelle perfekt und die axialen Kräfte haben endlich ein Lager in dem sie sinnvoll aufgenommen werden.
Das Ritzel am Motor ist auch noch sehr interessant. Hier wurde ein Kugellager und zwei Freiläufe so angeordnet, dass das Kugellager ziemlich mittig unter dem Riemen läuft und so die radialen Kräfte des Ritzels direkt dort aufnehmen kann, wo sie entstehen. Die Freiläufe werden dadurch entlastet und können sich auf ihren Job konzentrieren. Spannend war auch zu erfahren, dass sich die Welle unter Vollast nur um einen Bruchteil von Millimetern verwindet. Daher kommt der MSH Protos 700 komplett ohne Gegenlager aus.
Soweit mal die ersten Details zum Protos 700 – so bald wir Fotos nachreichen können machen wir das umgehend!
Vielleicht haben wir schon die Chance den Heli auf der Indoorgaudi 2012 in München zu bewundern. Sollte bis dahin der Heli den absoluten Prototypenstatus (das was wir gesehen haben war noch komplett gesintert und noch nichts gefräst) hinter sich haben werden wir ihn dort ausstellen können.